Volksschulgeschichten

Schon seit einigen Jahren spendet der Verein zur Rettung der Kleiderschürzen einen Teil seiner Einnahmen an die Volksschule Mauerbach.
Traditionell finden sich dann einige gut beschürzte Damen bei Frau Direktor Maria Grafendorfer ein und überreichen eine kleine Summe, die den Schulkindern zugute kommen soll.

So fanden sich also die Damen in Kleiderschürzen,  Frau Klara Eheim und Frau Gertrude Käferböck, auch heuer wieder in der Volksschule ein, überreichten das Spendenkuvert und die Vereinspräsidentin gab einige Erinnerungen an ihre Volksschulzeit in eben diesem Schulgebäude zum Besten.

Damals wurde diese Schule nur zweiklassig geführt, inzwischen ist die Volksschule durch einige Um- und Anbauten und den Zubau eines Hortes sehr vergrößert worden, aber das Hauptgebäude ist doch erfreulicherweise unverändert geblieben.
Das muss man auch einmal lobend erwähnen!


Ja, wir gingen in diese Schule, die Kaiser Franz Josef Jubiläums- Volksschule Mauerbach, die damals mit strenger Hand von Herrn Direktor Pollak  dirigiert wurde, der  die Musikstunden mit drohend erhobener Fidel abhielt, die er erst langmächtig stimmte, (iiiiiiiik, öööööööööök, ikikik, ikökikööök) um entweder: „Im Märzen der Bauer...“ oder „die Vogelhochzeit“ zu streichen und dann verließ ihn meist der Mut und er stellte die Fiedel wieder fort.

Klara, weil so lieb anzusehen, wurde immer ausgewählt die Glocke zu läuten, alles atmete auf und weiter – Musik wieder für eine Woche erledigt. Uff.
Nach vollbrachtem Unterricht aß der Direktor das von seiner Frau Vorbereitete Mittagmahl, streifte den Schulstubenstaub ab und schritt bis zum Gasthaus Fahringer, wo er den Nachmittag mit dem Pfarrer, meiner Großmutter, Herrn Radl und diversen anderen Achterltrinkern unter Abhandlung der großen Fragen – religiöser oder geschichtlicher Art (ausgenommen die kurz vergangene Geschichte) verbrachte.

Wir bekamen Mannerschnitten, Klara war auch in der schulfreien Zeit herzig gelockt und erbeutete daher auch die ein oder andere Bensdorph Schokolade.
So war das damals. Ganz genau so. Und die Schule sah genau so aus von vorne. Nur erreichten wir die große Türschnelle erst ab der vierten Klasse selber. Vorher machte die Schulwartin, Frau Gründonner,für uns auf. (Die hat heute noch eine Schwäche für – ratet mal wen? Ja, genau!  Die Klara wieder.)