Mai! haben wir uns gedacht -

das schreit doch geradezu nach Blümchen im Haar! Und also war die Hausaufgabe eine derartige – schmücke dich mit Blumen in der Frisur!
Und so erschienen wir, zum Erstaunen des Publikums und auch der Laiendarsteller, die zeitgleich zur Sitzung beim Klosterwirt „Jedermann“ vor der Kartausenkirche probten – mit mehr oder weniger ambitionierten blumigen Verzierungen.

Karin hatte einen zierliches Kranzerl aus zwei Blütenzweigen der Brautspiere gebunden, das schaut sehr süß aus und erklärt auch den Pflanzennamen perfekt, eilige Bräute sind blitzschnell bekränzt auf diese Art.
Zabinchen hatte einen Schneeballblütenbommel mit diversen Blümchen kombiniert, Gerti irgendwelche orangefarbigen Blümelein, die kleine Susi kam mit – eh klar – Tausendschönchen und Maria hatte sich ein Blümchenzopfringerl bei ihrer Kathi ausleihen können.
Die Präsidentin erschien mit einer Art Dornenkrone, in welche sie passender Weise Herzerlstrauchblüten gesteckt hatte, Michael wehrte sich nur sehr kurz gegen ein Wiesenblumenkränzchen.

Zugegeben, mein Fliederkränzchen war etwas wuchtig gelungen, außerdem schon ziemlich voll erblüht, es roch bezaubernd und ich verstreute lila Fliederblütchen wohin ich mich (vorsichtig) drehte und wendete.
So verströmten wir Wohlgeruch und gute Laune, saßen nicht bis in die Blüh, sondern bis die Blumen welkten beim Klosterwirt, besprachen ernsthaftig Kleiderschürzendinge und verkosteten diverse Spargelgerichte – alle sehr gut, eh klar.