Ich schreib manchmal Texte,

und zwar nicht nur für diese Auslage, nein, ich bin auch zuständig für ernsthafte Schreiben an Behörden, Beantwortung irrtümlicher Mahnungen, Presseaussendungen für den VERKL, Bittgesuche an diverse Kuranstalten – darf man einen superbraven, winzigkleinen, praktisch haarlosen süßen Hund mitbringen ? - und dergleichen noch viel mehr. Ich schrieb sogar eine Zeit lang eine Kolumne in der Evangelischen Kirchenzeitung.

Ich schreibe Glückwünsche und Gelegenheitsgedichte, stille Betrachtungen für die Schublade und kurze Beiträge auf Facebook, wenn mein PC es mir erlaubt.

Wie jeder, der mich kennt, bestätigen wird, bin ich außen eine uneitle Person, die zwar immer noch (und vermutlich bis an ihr Lebensende) alte Shirts der längst erwachsenen Kinder aufträgt, habe aber innen doch auch einen gewissen Stolz.

Der betrifft meine Texte, ich habs nicht so gern, wenn sie „verbessert“ werden – noch dazu, wenn der Verbesserer zwar perfekt in der neuen Rechtschreibung sein mag, aber kein Gefühl für Wortwitze im Leibe trägt – oder im Hirn.

Was euch das angeht?

Also, nicht jeder Text über die Kleiderschürzen – und schon gar nicht jede Überschrift! - in den lokalen Blättern sind meiner Muse geschuldet – daran sind manchesmal/diesesmal mir unbekannte Redakteure schuld!

Also, natürlich bin ich oft unperfekt im Imperfekt, mache Fehler und bei der Setzung der Satzzeichen gelten immer meine Regeln – was wissen die vom Duden schon! Grammatik! Pah! Ich lass mir doch von niemandem was vorschreiben! Hätte Pablo nur so gemalt wie es sich gehört, wär er nie der Picasso geworden. Ich hab berühmtheitsmäßig keinerlei Ehrgeiz, aber manche Sachen tun mir doch ein bissl weh.

Das war nicht meine schmerzhafte Überschrift – das wars, was ich schreiben wollte!
(August 2017)