Bei den Kleiderschürzen war nichts los in letzter Zeit – zumindest weiß ich nix.

Aber bei mir gings rund!

Ich hatte von allem genug – Besuch, Hollerblüten, Regen, Kochen, Wäschewaschen, Kinderwickeln, Flascherl machen, Spielzeug suchen, Nichtspielzeug verstecken, was anderes kochen ohne grüne Dinger drin, Hund festhalten, zergatschte Bananen vom Boden kratzen, Kind heben, Kind abstellen, Kinder küssen – nein ich mag das nicht! - Lieblingshose pronto trockenbügeln, noch eine Geschichte erzählen! und was derartige Vergnügen mehr sind.

Der elende, angeblich Segen bringende Mairegen hat meine Zwiebeln dahin gerafft, einige Paradeispflanzen schwer beleidigt aber der Salat -! Ich esse seit Tagen ausschließlich Wiener Butterhäuptel, nehme aber nicht ab, weil ich ein Dressing mit Speckwürfelchen dazu erfunden habe.

Sogar Frau Hund will das kosten!

El Cheffo, der Gute, baute eine neue Fliegengittertüre, Hannah war bei der Klimademo mit dem selbstgemalten „Bussi geben statt CO2 erzeugen“ Schild (oder so ähnlich, ich war ja nicht mit, weil ich angeblich zu alt bin) und brachte tollen Kuchen, die Schweizer Invasion ist zu Ende – ich wars auch beinah schon.

So herzige, liebe Kinderchen, und so laut! Besonders mitten in der Nacht steigern sich die Stimmchen zu unerwarteten Höhen und Lautstärken, und ein unglaubliches Durchhaltevermögen haben diese Zwerge auch!

Flixi, der Glückliche Einjährige ist in tiefe Liebe zu meinem Staubsauger entbrannt, er saugte quasi ganz allein das ganze Haus, ich musste nur ein wenig mitgehen. Dauerte kaum eine Stunde, dann waren wir fertig. Und das jeden Tag.

Der kleine König, welcher inzwischen ein großer Bub („Bueb“ wie der Schweizer sagt) ist, war ständig mit Klara fort und berichtete dann, was sie wo getan haben. Bei uns war er dann nur noch müde und grantig und jammerte Popa um Kakao, Glaci und Fernsehen an.

Ja, ich hoffe, ihr hattet es alle auch so spannend wie ich – ich habs jetzt satt, stelle das Telefon ab und mache eine oder zwei Wochen mal garnichts, außer Gelsen totschlagen, das schon.
Und endlich Erdbeeren essen! Hach, ich hab schon welche bekommen aus dem Präsidentinnengarten, die stehen mir geburtsrechtlich zu!